Neue Kategorie „Bilddiskussion“

Bilddiskussion: Sonnenaufgang Aix en Provence, Montagne Saint-Victoire

Ich habe heute eine neue Kategorie mit dem Titel „Bilddiskussion“ eingerichtet. Hier können in Zukunft Einzelbilder zur Diskussion gestellt werden. Ich werde mich bemühen zeitnah meine Meinung zum veröffentlichten Bild abzugeben. Ich bitte aber ausdrücklich darum, dass alle Mitglieder hier offen ihre Meinung sagen. Es sollten auf jeden Fall etwas mehr als zwei Worte sein, die man sonst im Internet auf so manchen Foren findet („gutes Bild“). Ich freue mich schon auf eine lebhafte „Bilddiskussion“.

Ich habe schon mal mit einem ersten Beitrag begonnen mit einem Bild aus der „Main-Serie“ von Othmar. Dazu hatte ich ja einen Kommentar in der „Karussell“-Ansicht erstellt, der dort aber praktisch nicht wahrgenommen wurde. Deshalb gibt es nun die neue Kategorie „Bilddiskussion“.

Die Beiträge sollten ausschließlich in die Kategorie „Bilddiskussion“ eingeordnet werden um direkt in diesem Menüpunkt sichtbar zu sein. Es gibt ja meistens auch noch Galeriebeiträge, in denen das Bild schon enthalten ist und das ja nicht überbetont werden.

Nachtrag: Als Ergänzung zu den Kommentaren werde ich hier doch noch mal den vorher/nachher-Vergleich für dieses jpg-Bild machen. Es ist natürlich möglich, auch ein jpg-Bild in Lightroom zu verbessern. Aber warum sollte man das mit einem Bild machen, das die Kamera schon „schöngerechnet“ hat und das in einem verlustbehafteten Format vorliegt. Wenn ich mir schon die Arbeit mache, dann natürlich am besten mit dem Original, und das ist bei den meisten Kameras heute eben Raw. jpg-Bilder macht man nur, wenn die Kamera nichts anderes hat, oder wenn man nicht auf ein Programm wie Lightroom oder Aperture oder ähnliches zurückgreifen kann.

Sonnenaufgang Aix en Provence, Montagne Saint-VictoireSonnenaufgang Aix en Provence, Montagne Saint-Victoire

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5 Gedanken über “Neue Kategorie „Bilddiskussion“

  1. stefan-s

    Der Klassiker „Sonnenuntergang/Sonnenaufgang“ … ein beliebtes Motiv 😉

    Vom Bildaufbau her sehr gut komponiert!
    Gerader Horizont, darunter die dunkle Landschaft, die aber noch genügend Zeichnung hat, um auch Details und nicht nur „schwarz“ zu sehen.
    Sehr schön der Warm-Kalt-Kontrast mit dem von der Sonne her von orange zu blau abfallenden Farbtemperatur und der Hell-Dunkel-Kontrast.
    Die auffälligen, parallel zum Horizont verlaufenden Wolkenbänder … UND für mich das i-Tüpfelchen: die durch ein Wolkenloch erzeugten Strahlen, die von der Sonne ausgehen und sich am Himmel fast bis zum Bildrand erstrecken.

    Das Auge wandert immer wieder zwischen dem hellen Sonnenpunkt und den verschiedenen Bildteilen hin und her.

    Nicht unbedingt die klassische „Drittelregel“ (aber die ist ja nicht in Stein gemeiselt und passt auch nicht überall). Die Sonne hätte ich allerdings horizontal entweder genau in der Bildmitte angesiedelt oder aber im Goldenen Schnitt.

    Technik:
    Meines Erachtens ein typisches Bild, bei dem das RAW-Format mit der anschließenden Lightroom-Bearbeitung seine Stärke ausspielen kann.
    Auch wenn ich nach wie vor 98% meiner Bilder als JPG fotografiere, muss ich zugeben, dass hier die Aufbereitung in der Kamera wohl ihre Grenzen gefunden hätte und bei einer späteren Bildbearbeitung auch keine Reserven mehr vorhanden gewesen wären.
    Hier dagegen sind im Histogramm keinerlei Stufen/Lücken zu erkennen!

    Frage:
    Was ich etwas seltsam finde, ist der weiße Schimmer „hinter“ den Bäumen am rechten Bildrand. Für Nebel sieht es mir etwas zu unnatürlich aus und ich nehme jetzt mal einfach frecherweise an, dass hier bei diversen Helligkeitskorrekturen im Bild (Himmel dunkler, Vordergrund aufhellen) die Maske an den Bäumen nicht zu 100% gesessen hat. Hoffentlich tue ich dem Autor damit jetzt nicht Unrecht. Bitte um Kommentar 😉

  2. wilhelm.kleinoeder Beitrags Autor

    Danke für den Kommentar. Ich wollte nur den Einstiegsbeitrag zur „Bilddiskussion“ ein wenig verschönern und hatte mit so einer Antwort gar nicht gerechnet.

    Nachdem ich jetzt ja immer wieder betont hatte, dass ich ich mit meiner Kamera nur noch im Raw-Format fotografiere, ist jetzt hoffentlich die Enttäuschung nicht zu groß, wenn ich gestehe, dass dieses Bild im jpg-Format aufgenommen wurde. Der Grund ist ganz einfach, auf der letzten Dienstreise nach Aix hatte ich nur die kleine Fuji von meiner Frau mitgenommen (die hat kein Raw).

    Der dienstliche Teil der Reise war gut, aber der Rest wegen des nicht angekommenen Koffers ziemlich unangenehm. Zumindest bekam ich ihn bei der Ankunft nach drei Tagen zu Hause wieder ausgehändigt, den Rest kann man sich vorstellen.

    Nun zum Bild. Aufgenommen als kleine Serie, wobei dieses Bild sicher zu den gelungensten gehört. Schon vor Sonnenaufgang entstand das erste von zehn Bildern, in dem noch dichte Nebelschleier (gut erkannt!) über den nahegelegenen Golfplatz zogen. Die Kamera hat ein leichtes Zoom eingebaut und die meisten Bilder entstanden mit leichter Zoomstellung. Nur das hier gezeigte Bild, das vorletzte machte ich mit Weitwinkeleinstellung. Gerade zum rechten Zeitpunkt als ich aus der Dusche kam, zeigte sich diese Wolkenstimmung. Günstiger kann man einen Augenblick kaum erwischen.

    Wie ich schon anderswo sagte, machen die heutigen Kameras bereits eine recht gute (durchschnittliche) Bildaufbereitung. Aber auch hier habe ich mit Lightroom ein wenig nachgeholfen, allerdings habe ich keine Maske angewandt, sondern nur die Luminanz angepasst. Nachdem ich jetzt den Slider entdeckt habe, könnte ich ja mal einen Versuch hierzu machen.

    1. stefan-s

      Weder RAW noch Maskierungsproblem … o_O
      Weiah … da hab‘ mich ja voll in die Nesseln gesetzt! (michschweigendindieeckeverkrümel)

      Sieh’s positiv: ein Profi wie du macht also auch mit einer Nicht-SLR ohne RAW gute Bilder !!! 🙂
      Es ist ja in der Tat so, dass unabhängig von der Technik der Fotograf ein Motiv erst einmal SEHEN und gestalten muss, bevor er auf den Auslöser drückt.
      Das hat sich auch beim Umstieg von analog nach digital nicht verändert. Die „Motivklingel“ gibt’s immer noch nicht (gut – bei der ÄnnÄssÄaih wahrscheinlich schon – aber zu anderen Zwecken).

      Andererseits bestätigt mich deine JPG-Aussage dann doch wieder darin, dass ich die meisten meiner Wald-und-Wiesen-Familien-und-Erinnerungsbilder nur im JPG-Format fotografiere und nur bei besonderen Aufnahmen, dann noch parallel dazu eine RAW-Variante ablegen lasse!
      JPG ohne Bearbeitung … na gut … das erklärt natürlich auch den homogenen Histogrammverlauf.

  3. wilhelm.kleinoeder Beitrags Autor

    Wenn vom Bildautor keine Angaben vorliegen (und das hatte ich ja gar nicht geplant), darf man gerne Mutmaßungen anlegen und bracht sich dann auch nicht zu entschuldigen, wenn die Annahme daneben lag. Hier war schon etwas Glück dabei den richtigen Augenblick zu erwischen, aber trotzdem, wie du sagt, dann in diesem Augenbilck auch richtig zu reagieren (hier intuitiv schnell auf Weitwinkel umgeschaltet) und den passenden Ausschnitt zu wählen (Sonne nicht mittig, Horizontlinie wählen – was ist da gerade passend, …).

    Es war schon zu analogen Zeiten bekannt, dass bei einer Aufnahme direkt in die Sonne Probleme auftreten. Da hat sich nichts geändert und es ist deshalb nicht verwunderlich, dass die Kamera hier sichtlich überfordert war. Der Rest ist dann eben Handarbeit am PC.

  4. stefan-s

    Hey … cooles Feature dieser „vorher/nachher“-Slider!
    Erstaunlich was hier so alles möglich ist (von der PC-Handarbeit im Lightroom mal abgesehen)!

    Bin mir im Moment gar nicht sicher, ob mein erster Kommentar überhaupt an der richtigen Stelle gelandet ist, denn nach dem ersten Absenden ist erstmal „gar nichts“ passiert und er ist nicht da angezeigt worden wo ich ihn erwartet hätte.
    Nun ist er offenbar doppelt vorhanden. Wohl direkt beim Bild nochmal. Schauen wir mal, ob ich das Duplikat wieder loswerden kann …

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