Silvester Feuerwerk im Kirchner Garten

Die Aufnahme habe ich vom Stativ mit Blende 6,3 und 8 sec bei Iso 100 und 16mm Brennweite belichtet. Ich hatte einen Intervall Fernauslöser an meiner Canon 7D mit einem 3,5-4,5/10-22mm WW-Objektiv.
Dadurch dass man das Ergebnis seiner Aufnahme sofort sieht, brauchte ich keine Belichtungsserie machen, ich habe manuell fokussiert und die Belichtung für das Umgebungslicht hat bei diesen Einstellungen schon gestimmt.
Wichtig war mir dann bei der Lightroom RAW-Entwicklung, das die doch große Menschenmasse im Vordergrund mit Blickrichtung zum Feuerwerk zu erkennen ist.

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2 Gedanken über “Silvester Feuerwerk im Kirchner Garten

  1. wilhelm.kleinoeder

    Erst mal mein Dank für dieses Bild und die komplette Feuerwerksserie in der Galerie. Was mit der „Blauen Stunde“ begann und mit den Licht-Installationen in Egloffstein fortgesetzt wurde, findet hier, möchte man fast sagen, seinen Höhepunkt. Aufnahmen in der Dämmerung und bei Nacht sind fotografisch bereits eine Herausforderung. Hier kommt als weitere Schwierigkeit die Dynamik des Ereignisses hinzu: klar einerseits das Feuerwerk selbst das ja das Objekt darstellt und dann speziell in diesem Bild auch noch die Menschenmasse. Beides ist vollkommen harmonisch gelungen.

    Wer glaubt, dass es reicht, seine Kamera einfach auf ein Stativ zu stellen und den Auslöser zu betätigen wird kaum zu solchen Ergebnissen kommen. Wie der Forograf selbst in seiner Einleitung sagt, war ihm wichtig, die Menschen bewußt zu integrieren. Das zeigt, dass es eben keine Zufallstreffer ist, sondern daß hier bewußt fotografisch gestaltet wurde. DIes ist bereits aus der Serie in der Galerie ersichtlich gewesen, obwohl dort die Menschen noch nicht zu sehen sind. Aber auch dort wurde das Umfeld bewußt in die fotgrafische Gestaltung einbezogen.

    Zum Bildaufbau und zur Farbgestaltung läßt sich nur weniges sagen. Die Wirkung der Menschenmasse lebt von zwei (gegensätzlichen) Elementen: Durch den hell/dunkel Kontrast (schwarze Figuren mit hellen roten Konturen wird das Bild statisch „geerdet“. Dann kommt aber noch die Unscharfe durch die lange Belichtungszeit hinzu, die die Masse wieder dynamisch in Bewegung setzt. Ein wunderbarer Effekt, den man gewollt fast nicht vorhersehen kann, der aber hier ein wesentliches Merkmal bildet.

    Das Feuerwerk selbst kann man ebenfalls fast als gestaltet beschreiben: Im Zentrum der Feuerball und von rechts als Rahmen aus Licht die Schweife der Leuchtkörper. Bleiben noch auf der linken Seite die in zartem rot leuchtenden Bäume, die das Bild geschlossen wirken lassen.

    Alles in allem wieder mal ein vorbildliches Ergebnis. Was aber noch verraten werden muss vom Fotografen, sind die Vorgaben für die Kameraeinstellungen. Wurde zufällig Blende 6,3 und 8 Sekunden Belichtungszeit gewählt, oder wurden diese Daten vorab mit einem Belichtungsmesser oder einer Testreihe ermittelt. Dazu noch die Frage, ist Blende 6,3 die größte Öffnung des Objektives, oder wurde hier leicht abgeblendet?

    1. Othmar Wiesenegger Beitrags Autor

      Danke Wilhelm für die wieder mal brilliante Analyse meines Bildes, so wie Du es beschreibst würden mir die Worte dazu nie einfallen!
      Ich werde noch im obigen Text die doch wichtigen ergänzenden Bemerkungen einfügen.

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