Am 7. April fand im Fotoclub in der Werner von Siemensstraße 34, eine beeindruckende Bildpräsentation über das „Harbin Snow & Ice Festival“ in China statt, vorbereitet von unserem Mitglied Michael P.

Die Vorträge unserer Fotografen sind aus vielerlei Gründen spannend: Erstens ermöglichen sie es uns, Orte zu sehen, an denen wir selbst noch nicht waren. Zweitens bieten sie die Chance, sich mit erfahrenen Weltenbummlern über Ziele auszutauschen, die man vielleicht noch bereisen möchte. Und drittens kann man in geselliger Runde bei einem Glas Wein oder einer Flasche Bier gemeinsam mit Fotofreunden großartige Aufnahmen und Videos aus fernen Ländern genießen.
Doch Michaels Präsentationen haben noch eine ganz besondere Eigenheit: Seine Gäste haben die einzigartige Gelegenheit, seine Reise buchstäblich zu „erschmecken“. Er bereitet stets exotische Köstlichkeiten für die Zuschauer vor – seien es Früchte, Beeren, Getränke oder Süßigkeiten. All das lässt uns die Atmosphäre des Landes geschmacklich erleben und lässt das Publikum gemeinsam mit Michael in die Reise eintauchen. In seinen Vorträgen werden nicht nur das Gehör und die Sicht angesprochen, sondern auch der Geruchs- und Geschmackssinn. Das macht seine Abende nicht nur interessanter, sondern auch unvergesslich.




Dieses Mal drehte sich alles um gläserne Eispaläste, prächtige Statuen und die chinesische Kultur. Eine Teilnehmerin teilte ihre Eindrücke:
„Für mich war es wie eine Zeitreise in meine Kindheit. Damals habe ich mit meinen Eltern ähnliche Eisstädte besucht. Es war wundervoll, diese Momente noch einmal zu spüren: die Kälte, das glitzernde Eis und die unvergesslichen Schöpfungen der Meister. Dass aus sprödem Eis und hartem Winter solch unglaubliche Visionen entstehen – von komplexen, farbenfroh beleuchteten Palästen bis hin zu gemütlichen, riesigen Teetassen, die in der chinesischen Kultur so geschätzt werden – ist faszinierend.“



Das raue Klima dieser kargen Region hat neue Möglichkeiten für Kunst und Handwerk eröffnet. Die menschliche Schaffenskraft, die dort zum Ausdruck kommt, beeindruckt nicht nur die Festivalbesucher vor Ort, sondern auch die Teilnehmer der Präsentation.
Othmar Wiesenegger fügte hinzu: „Vielen Dank für diesen Vortrag! Wir freuen uns schon auf die nächsten Fotoberichte von deinen wunderbaren Reisen.“
Für jeden Fotografen ist eine solche Reise eine Herausforderung – sowohl als Reisender als auch als Künstler. In einem unbekannten Land ist man mit einer fremden Kultur, Sprache und neuen Menschen konfrontiert. Das ist ebenso spannend wie fordernd. Gerade unter solch extremen Bedingungen, wenn man von neuen Informationen überflutet wird, darf man die Qualität der Fotografie nicht vergessen. In diesen Momenten gehört der Fotograf sich selbst fast nicht mehr: Er hält nicht nur seine eigenen Emotionen fest, sondern öffnet für andere eine einzigartige Welt. Dabei spielen technisches Können, Erfahrung und die richtige Ausrüstung eine entscheidende Rolle.
Genau diese Qualitäten zeichnen Michael aus, weshalb es immer wieder ein Erlebnis ist, seine Präsentationen zu besuchen.
Text: Viktoria B.-V.
Bilder: Othmar W.
Liebe Victoria,
vielen Dank für den netten und motivierenden Kommentar. Die Herausforderung ist immer das gesehene in einem Bild zu fesseln und den Eindruck so festzuhalten, dass er an den Betrachter übergeht. Da hilft es, mit einem kleinen sensorischen Abschluss den Eindruck zu vertiefen.
Vielen Dank an alle, die sich mit auf die Reise begeben haben und sich in die Bilder vertieft haben. Mir hat es einen Riesenspass gemacht. Mal schauen, was mir so als nächstes einfällt.
Lieber Gruß
Michael